| Folgende
Artikel sind Arzneimittel im Sinne des Arzneimittelgesetzes:
BARILUX
Bezeichnung des Arzneimittels:
Bariluxe GI. Wirkstoff: Bariumsulfat Qualitative und quantitative
Zusammensetzung -Arzneilich wirksamer Bestandteil:
100 g Pulver enthalten 96,5 g Bariumsulfat.
Anwendungsgebiete: Orale
Anwendung - Röntgendarstellung des Oesophagus-Magen-Darm-Trakts in
Doppelkontrastdarstellung, Intraintestinale Anwendung mittels Sonde - Röntgendarstellung
des Dünndarmes in Doppelkontrastdarstellung, Rektale Anwendung - Röntgendarstellung
des Dickdarmes in Doppelkontrastdarstellung. Gegenanzeigen:
Bariluxe GI darf nicht angewendet werden: - bei Patienten mit unklarem
Abdomen und peritonitischen Reizerscheinungen, Verdacht auf Perforation
oder postoperative Nahtinsuffizienz, - bei Patienten mit intestinalen
Fisteln, wenn eine Verbindung zum Mediastinum*, zur Pleura- oder
Peritonealhöhle besteht, - bei Patienten mit frischen Verletzungen und
Verätzungen des Oesophagus*-Magen-Darm-Trakts, Ischämie der Darmwand,
nekrotisirender Enterokolitis, - unmittelbar vor einer unaufschiebbaren
Operation am Oesophagus*-Magen-Darm-Trakt. Die orale Anwendung von
Barilux® GI ist kontraindiziert: - bei Patienten mit Ileus, Subileus
und Atresien, - bei Patienten mit Oesophagotracheal- bzw.
Bronchialfisteln, Schluckstörungen oder eingeschränkter Vigilanz. Warnhinweise
und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung:
Das Produkt darf nur unter ärztlicher Aufsicht verabreicht werden. Bei
Kleinkindern und alten Patienten mit vorbestehenden Organschäden
(Multimorbidität) vor allem im Bereich des kardiovaskulären Systems
ist die Indikation besonders streng zu stellen, da für diese Patienten
die Untersuchung einschließlich der vorbereitenden Maßnahmen belastend
sein kann. Eine sorgfältige Nutzen-Risiko- Abwägung ist erforderlich
bei Patienten mit hochgradigen Stenosen speziell distal des Magens*
sowie bei Zuständen und Erkrankungen, die mit einer erhöhten
Perforationsgefahr verbunden sein können wie z. B. bei bekannten
intestino-intestinalen Fisteln und Karzinomen, entzündlichen
Darmerkrankungen, Divertikulitis und Diverfikulose sowie Amöbiasis.
Bariumsulfat darf in Abhängigkeit von der Lokalisation und dem Umfang
des Eingriffs bis zu 7 Tage nach endoskopischer Probeexzision sowie während
und bis zu 4 Wochen nach einer zervikalen*, thorakalen* oder abdominalen
Strahlentherapie nicht appliziert werden. Zur Vermeidung potentiell
schwerwiegender Nebenwirkungen muss darauf geachtet werden, dass
Bariumsulfat nicht in parenterale Bereiche wie Gewebe, Gefäßraum und Körperhöhlen
eindringt oder in die Atemwege gelangt. Das Einatmen des Pulvers bei der
Herstellung der Suspension ist zu vermeiden. Zur Verhinderung einer
schweren Obstipation sollte der Patient nach der Untersuchung
ausreichend hydriert werden. Bei Aspiration, Intravasation oder
Perforation ist eine sofortige fachärtzliche Intervention
(Intensivmedizin, Chirurgie) erforderlich. Nebenwirkungen:
Magen-Darm-Bereich: Die Anwendung von Barilux®
GI kann eine Obstipation hervorrufen oder verstärken. Sehr selten sind
durch eingedicktes Bariumsulfat zusammen mit Stuhl
Bariumsulfat-Kotsteine (Barolithen) entstanden, die Ihrerseits eine
Obstruktion des Dickdarms hervorrufen können. Bariumsulfat kann in
Kolondivertikeln zurückgehalten werden und dort infektiöse Prozesse
unterhalten oder verschlimmern. Sehr selten sind Abszesse, Entzündungen
und Peritonitis nach Perforation in das Mediastinum bzw. das Peritoneum,
Fremdkörpergranulome nach Aspiration in die Lunge und Embolien nach
Intravasation in das Gefäßsystem aufgetreten. Anaphylaktische
oder anaphylaktoide Reaktionen:
Sehr selten sind allergoide Reaktionen auf einen der Inhaltsstoffe
beobachtet worden. Apothekenpflichtig
*nur wenn eine orale Behandlung
vorgesehen ist
|